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Gemeint ist damit eine photogrammetrische Aufnahme mittels Drohne. Sehr oft kann dies eine konventionelle Vermessung ergänzen oder sogar ersetzen.

 

Die Vorteile gegenüber einer konventionellen Vermessung sind:

  • schneller - es muss nicht alles zu Fuß abgegangen werden
  • detaillierter - die Bodenauflösung beträgt je nach Flughöhe 1 bis 4 cm
  • wiederholbar - sind Passpunkte dauerhaft vorhanden, ist eine erneute Befliegung schnell und mit wenig Aufwand möglich (Urgelände, Dokumentation Bauablauf, Endvermessung)
  • anwenderfreundlich - gemeint ist die Verwendung des resultierenden Orthofoto. Dies kann mittels AutoCAD von Technikern verwendet werden

 

Ablauf einer Vermessung mittels Multikopter:

  1. Der zu vermessende Bereich wird zuerst im Büro festgelegt und ein Flugplan erstellt. Je nachdem, welche Bodenauflösung benötigt wird, ergibt sich die Anzahl der Flüge, Flughöhe und -dauer. Des Weiteren wird bereits im Büro eine geeignetete, ungefähre Lage für Passpunkte festgelegt.
  2. Vor der Befliegung werden die Passpunkte im Aufnahmebereich ausgelegt und mittels RTK-GPS exakt eingemessen. Passpunkte sind Tafeln oder Bodenmarkierungen, die später auf den Bildern erkenntbar sind.
  3. Nun folgt der eigentliche Teil, die Befliegung: Diese ist meist zeitlich der am schnellsten abgeschlossene Part. Die Durchschnittliche Flugdauer beträgt ca 10-15 min pro Flug. Dabei fliegt die Drohne vollautonom den gewünschten Bereich ab und landet anschließend wieder am Startpunkt. Während des Fluges löst der Flightcontroller eine am Multikopter montierte, vertikal nach unten blickende Kamera auf vorher definierten Wegpunkten aus und speichert die IST-Koordinaten des Bild in einem Flugprotokoll ab.
  4. Nach der Befliegung werden die Bilder der Kamera, sowie das Flugprotokoll auf einen Rechner übertragen und ausgewertet. Zusammen mit den vermessenen Passpunkten sind damit alle notwendigen Daten vorhanden. Da die Auswertung sehr rechenintensiv ist, sollte mit einigen Stunden Auswertezeit gerechnet werden.

 

Die Resultate:

  • Protokoll - hier werden die Ergebnisse der Befliegung aufgelistet. Wichtig dabei ist vor allem die Standardabweichung der Passpunkte und die erreichte Bodenauflösung, da über diese Aussagen zur Genauigkeiten getroffen werden können.
  • Punktwolke - eine dichte Ansammlung von Punkten mit X,Y,Z-Koordinaten. Notwendig zur Erstellung eines digitalen Geländemodells (DGM), das dann wiederum zu Massenermittlungen und Planungen verwendet werden kann.
  • Orthofoto - ein georeferenziertes, entzerrtes Bild des Grundrisses. Kann in AutoCAD geladen und mit dem Projekt überlagert werden. Somit ist es möglich, ein Projekt zu überprüfen und Maße zu nehmen.